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Schriftentstehung: Goethe Lecture am 12.10.2015
Schriftentstehung: Goethe Lecture am 12.10.2015 © Normative Orders
Am 12. Oktober 2015, sprach Prof. Dr. Annette Imhausen, Professorin für Wissenschaftsgeschichte der vormodernen Welt an der Goethe-Universität und Mitglied des Exzellenzclusters „Normative Ordnungen“ zum Thema: Schriftentstehung in Ägypten und Mesopotamien.

"Schriftentstehung in Ägypten und Mesopotamien“

In Ägypten und Mesopotamien entwickelte sich die Schrift ungefähr gleichzeitig, wahrscheinlich aber unabhängig voneinander. Ein Grund für die Entstehung von Schrift war in beiden Kulturen das Bedürfnis numerische Daten festzuhalten. Obwohl es eine Reihe von Übereinstimmungen der Ausprägung und Verwendung von Schrift in Ägypten und Mesopotamien gibt, lassen sich bei genauerer Betrachtung eine Reihe von signifikanten Unterschieden herausarbeiten, die Rückschlüsse über die jeweiligen Kulturen und ihr Weltbild geben können.
Im Vortrag stellte Frau Imhausen den Entstehungsprozess der Schrift in beiden Kulturen dar und erläuterte die Folgen, die sich aus der Wahl der Schriftträger und der auf ihnen festgehaltenen Schriftzeichen ergeben sollten.

Über Prof. Dr. Annette Imhausen

Annette Imhausen studierte Mathematik, Chemie, Ägyptologie und Altorientalistik. Nach der Promotion in Geschichte der Mathematik im Jahr 2000 folgten Forschungsaufenthalte in Cambridge, Massachusetts, und Cambridge, England.

Nach einer Juniorprofessur für Geschichte der Mathematik an der Gutenberg Universität, Mainz, ist sie seit 2009 Professorin für Wissenschaftsgeschichte der vormodernen Welt am Historischen Seminar der Goethe Universität Frankfurt am Main.