Hitzeaktionsplan
Der Hitzeaktionsplan – kurz HAP – soll Krankheiten durch UV-Strahlen und Hitzeschäden für Menschen vorbeugen. Wenn der DWD seine Hitzewarnungen herausgibt, dann ist eine starke Wärmebelastung für mindestens zwei Tage in Folge zu erwarten und eine ausreichende nächtliche Auskühlung der Wohnräume kann nicht mehr gewährleistet werden. Dies löst eine festgelegte Maßnahmenkaskade aus. Das Amt für Umwelt und Klima koordiniert die Zusammenarbeit mit weiteren Behörden und Einrichtungen unterschiedlicher Zuständigkeiten innerhalb einer internen Arbeitsgruppe.
Der HAP ist eine Maßnahme aus dem Integrierten Klimaanpassungskonzept der Stadt Offenbach und wurde 2020 eingeführt. Damit war Offenbach einer der ersten Kommunen in die Deutschland die einen Plan veröffentlicht haben. Die zugehörige Arbeitsgruppe entscheidet während ihrer Sitzungen, welche Maßnahmen umgesetzt werden und passt diese wenn nötig an.
Im HAP sind Vertreterinnen und Vertreter der Ämter benannt, die bei einer Hitzewarnung des Deutschen Wetterdienstes diese Warnung an spezielle Zielgruppen weitergeben oder konkrete Maßnahmen zum Bevölkerungsschutz starten. Alle Akteurinnen und Akteure haben den Hitzenewsletter des Deutschen Wetterdienstes abonniert.
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Unterschieden werden im HAP drei Maßnahmenarten:
1. Vorbereitende Maßnahmen
Vorbereitende Maßnahmen stimmen auf die Hitzeperiode ein: Es wird beispielsweise vorbereitend ein Presseartikel und ein Flyer mit Tipps zum Umgang mit Hitze veröffentlicht, darauf wird in den sozialen Netzwerken ebenfalls hingewiesen. Vor jeder Hitzeperiode geht eine Mail mit Handlungsempfehlungen an die Gastronomiebetriebe und Schulen. Ein Hitzemerkblatt wird in Seniorentreffs ausgehängt und verteilt.
2. Ad-Hoc Maßnahmen
Zu den Ad-Hoc Maßnahmen gehört unter anderem, die Seniorentreffs bei großer Hitze zu schließen. Eine Ausnahme ist der Else-Herrmann-Saal, da dieser klimatisiert ist. Auf den Anzeigen des Öffentlichen Nahverkehrs und digitalen Stadtanzeigen wird an die Bevölkerung appelliert, sich im Schatten aufzuhalten und genug zu trinken. Ebenso in Medien und den sozialen Netzwerken. Über den Eigenbetrieb der Kindertagestätten werden Hitzewarnungen an die Einrichtungen weitergeleitet, Mineralwasser, Obst und Gemüse zur Verfügung gestellt und Betreuung erfolgt in schattigen bzw. gekühlten Bereichen.
Weiterhin werden bei extremer Hitze und Hitzewarnstufe II (ab 38°C gefühlter Temperatur am Nachmittag oder tagelang mindestens 32°C mit fehlender Nachabsenkung) klimatisierte Gebäude mit erweiterten Öffnungszeiten zugänglich gemacht. Dies wird vorher in der Presse und mit Plakaten vor Ort bekannt gegeben.
3. Langfristige Maßnahmen
Langfristige Maßnahmen sind zum Beispiel bauliche Maßnahmen zur Verschattung, die Verteilung der Hitzebroschüre an öffentliche und private Einrichtungen oder die Gewinnung von neuen Akteurinnen und Akteuren. Ebenso wird ein dauerhafter Internetauftritt gepflegt und Anlaufstellen geschaffen.
Amt für Umwelt und Klima
Stadt Offenbach am Main - Kaiserpalais
Kaiserstraße 39
63065 Offenbach
Hinweise zur Erreichbarkeit
Weitere Hinweise
Parkhaus KOMM, Parkhaus IHK Offenbach, Parkgarage Rathaus, Öffentliche Parkplätze am Mainufer
Öffnungszeiten
Montag - Freitag:
09:00 - 12:00 Uhr
und nach Vereinbarung