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Stadt Offenbach

Grundwasser

Bei Grundwasser handelt es sich um das unterirdische Wasser, das in unmittelbarer Berührung mit dem Boden oder dem Untergrund steht. Die gezielte Versickerung von Niederschlagswasser stellt eine Benutzung des Grundwassers dar. Hierfür ist eine Erlaubnis der Unteren Wasserbehörde erforderlich. Auch die Errichtung von Gartenbrunnen oder der Betrieb von Erdwärmesonden sind Benutzungen des Grundwassers, die anzeige- oder erlaubnispflichtig sind.

Umgang mit Niederschlagswasser im Stadtgebiet

Wasser ist für alle Kommunen ein wertvolles Gut. Schon jetzt sind hunderte Stadtbäume unserer Parkanlagen und die Grün- und Erholungsflächen von Austrocknung betroffen, weil unter anderem das Grundwasser, insbesondere in der Vegetationsperiode, nicht in ausreichender Menge zur Verfügung steht. Zugleich steigt das Risiko von Überflutungsereignissen an. Auch für das Lokalklima in der Stadt ist es zentral, wie viel Wasser versickert und verdunstet wird. Offenbach am Main hat sich auf den Weg gemacht, eine „Schwammstadt“ zu werden. Ziel ist es, einen nachhaltigen Umgang mit Regenwasser sicherzustellen und Trinkwasserverbrauch zu reduzieren. 

Die Niederschlagswassersatzung verfolgt einen gesetzlichen und gesellschaftlichen Auftrag und hilft dabei, wichtige Ziele für unsere Stadt, wie zum Beispiel die Entlastung der öffentlichen Kanalisation, zu erreichen.  

Auch negative Auswirkungen auf unsere Gewässer werden vermindert, indem die Grundwasserneubildung gefördert und die Leistungsfähigkeit des Wasserhaushalts unterstützt wird. Durch Rückhalt der Niederschläge in der Fläche wird auch dem Hochwasser- und Überflutungsschutz Rechnung getragen.

Niederschlagswassersatzung

Die ab dem 13. Juli 2022 geltende Satzung regelt den nachhaltigen Umgang mit Niederschlagswasser (Regen) in der Stadt Offenbach am Main. 

Entsiegelungsrichtlinie

Auf versiegelten Böden kann Niederschlag nicht versickern, belastet den Kanal und trägt nicht zur Grundwasserneubildung bei. Mit der Entsiegelungsrichtlinie fördert die Stadt Offenbach am Main seit dem 01.01.2022 Eigentümerinnen und Eigentümer von Grundstücken finanziell bei der Entsiegelung von versiegeltem Boden und dessen Begrünung auf ihren Grundstücken.

Trinkwasser

Die Stadt Offenbach wird vom Zweckverband Wasserversorgung Stadt und Kreis Offenbach mit Trinkwasser versorgt. Die Grundlage für die Förderung des Wassers über Brunnen bilden Wasserrechte, die durch das Regierungspräsidium Darmstadt erteilt werden.

Trinkwasserschutzgebiet

Gemäß § 51 Wasserhaushaltsgesetz (WHG) kann die Landesregierung durch Rechtsverordnung Wasserschutzgebiete festsetzen. Die Einteilung des Trinkwasserschutzgebiets der Stadt Mühlheim umfasst in der weiteren Schutzzone (Schutzzone IIIA und IIIB) auch Teile des Offenbacher Stadtgebiets.

Errichtung eines Gartenbrunnens

Das Entnehmen von Grundwasser über Gartenbrunnen bis zu einer Jahresentnahmemenge von 3.600 m³ ist gemäß § 29 Hessisches Wassergesetz (HWG) anzeigepflichtig. Bitte verwenden Sie für die Anzeige eines Brunnens das untenstehende Formular.

Erdwärmenutzung mittels Erdwärmesonden

Unter Geothermie versteht man die Nutzung von Erdwärme mittels Wärmesonden und –kollektoren oder ähnlichen Systemen zur Wärmeübertragung. Für Hauseigentümer interessant ist hierbei die oberflächennahe Geothermie (bis zu einer Tiefe von 150-200m).

Im Amt für Umwelt, Energie und Klimaschutz ist die Nutzung von Erdwärme, verbunden mit den notwendigen Bohrungen in der Unteren Wasserbehörde anzuzeigen und zu beantragen.


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